Als International Trainee nach Spanien

Mein Name ist Dr. Jonathan Kiehl, ich bin 30 Jahre alt und seit 01.10.2022 Internationaler Management Trainee bei DAW. In unserem Trainee-Programm ist ein Aufenthalt an einem unserer internationaler Standorte vorgesehen, sodass ich seit Anfang April 2023 bis Ende Juni 2023 bei DAW Ibérica in Spanien arbeite. In diesem Blogartikel berichte ich über meinen Auslandaufenthalt in Spanien und alle schönen und herausfordernden Momente in dieser Zeit:

Habla español? – Sprach­barrieren überwinden

Vor meinem Aufenthalt hatte ich tatsächlich ein paar spanische Sprachkenntnisse. Sagen wir mal es reichte um zu überleben, nach dem Weg fragen, Essen bestellen usw. Ich merke, dass ich mich jeden Tag ein wenig verbessere und die Kommunikation mit den Kollegen immer besser funktioniert. Alle sind aber sehr geduldig und helfen mir auch immer wieder mit der Sprache. Nichtsdestotrotz, hätte ich niemals gedacht, dass die Sprachbarriere so groß sein würde. Man lebt in Deutschland schon in einer kleinen „bubble“ in der richtig viele Menschen sehr gut Englisch sprechen können. In Spanien ist das absolut nicht der Fall, was es sehr herausfordernd macht thematisch anspruchsvolle Themen zu besprechen. Um die Sprache noch besser zu lernen habe ich mir einen Tandem-Partner vor Ort gesucht und wir tauschen uns immer wieder sprachlich aus. Tatsächlich sind wir aber in der Zeit gute Freunde geworden und machen alles Mögliche zusammen, auch mit seiner Freundesgruppe. So lernt man natürlich die Sprache am schnellsten.

Mein Alltag vor Ort in Spanien

Meine Aufgaben bestanden anfänglich aus Labor- und Verbesserungsaufgaben in Sachen Qualitätssicherungsprozess. Mit der Zeit hat sich das ein wenig geändert und ich bin mehr oder weniger „Mädchen für alles“ geworden, was im Endeffekt aber auch ein Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung ist. Ansonsten wird hier relativ viel an einem Tag gearbeitet (7:15 – 17:00 Uhr), was anfänglich eine enorme Umstellung war. Man ist nach 10 Std. Arbeit plus 1 Std. Autofahrt und einer fremdsprachigen Umgebung doch schon platt, was aber mit einem verkürzten Freitag wieder gut gemacht wird. Da ist hier schon um 13:00 Uhr Feierabend. Morgens gibt es eine kleine Frühstückspause und um 13:00 Uhr wird Mittag gemacht. Die verbringe ich meist in einer kleinen Cafétería um die Ecke und hole mir einen ‚Pincho‘ und einen Kaffee. Die Kantine in Ober-Ramstadt vermisse ich allerdings trotzdem ein wenig. Donnerstags gehen wir immer mit allen Team-Kollegen zusammen essen, wo ich auch direkt eingeplant war. Generell sind die meisten wirklich nett hier. Spaß hat mir auf jeden Fall gemacht, dass ich nahe an der Produktion dran war und mir da alles anschauen konnte und auch verstehen konnte was es hier für alltägliche Probleme gibt. Das spannendste waren für mich aber tatsächlich die Tage im Außendienst mit Fernando González, der für den Vertrieb der industriellen Beschichtungssysteme zuständig ist. Er hat mich zu großen Kunden mitgenommen, die ganze Brücken oder Fundamente für Windkraftanlagen aus Stahl beschichten und in die ganze Welt verschiffen. Also wirklich beeindruckend wie groß solche Windräder, die Fertigungshallen und am Ende auch die Aufträge doch sind. Das hat mich sehr beeindruckt muss ich sagen. Ähnliches könnte ich  mir in naher oder ferner Zukunft für mich gut vorstellen. Solche Großprojekte, bei denen es um viel Geld und Prestige geht, selbst zu leiten oder zu verhandeln, klingt sehr spannend.

Andere Länder, andere Sitten

Unsere Büros in OBR sind absoluter Luxus im Gegensatz zur Spanischen Gesellschaft. Zumindest kann ich das von meinem Arbeitsplatz behaupten. Der Standort OBR ist eine sehr, sehr gute Arbeitsumgebung und ich weiß das jetzt noch deutlich mehr zu schätzen. Zusätzlich werden hier super viele Pausen gemacht, dafür länger am Standort ausgeharrt und sich exakt strikt an die Uhr gehalten. Die Arbeitszeiten sind von 7:15 – 17:00 Uhr, keine Minute länger und auch keine Minute kürzer. Ich ziehe es doch vor weniger Pause zu machen und flexible Arbeitszeiten zu haben. So kann man seinen eigenen Rhythmus wählen und die Arbeit so schaffen wie man das möchte. Wie wichtig mir selbst Flexibilität in der Arbeitswelt doch ist, habe ich erst hier gelernt.

Freizeitaktivitäten – Zwischen Fiesta mit Freunden und türkisblauen Buchten

Ich gehe viel mit Freunden aus, da sich das Leben in Spanien doch sehr auf der Straße abspielt. Außerdem bin ich viel wandern und schaue mir immer neue Strände an. Der Mix aus wirklich hohen Bergen, steilen Küsten mit türkisblauen Buchten und schönen Stränden ist schon sehr Spektakulär. Das habe ich so nicht erwartet und kannte das nur von meinen Fernreisen. Asturien hat in dieser Hinsicht einfach sehr viel zu bieten, auch wenn das Wetter nicht sehr spanisch ist. Es ist doch deutlich kälter und regnerischer. Städte wie León, Bilbao, Gijón oder San Sebastián habe ich mir in meiner Zeit auch angeschaut. Sehr schöne Städte und auch sehr zu empfehlen dort mal hinzugehen.

Meine Erfahrungen und Learnings für die Zukunft

Beruflich nehme ich mit, dass die kleineren Gesellschaften mit deutlich anderen Problemen und teilweise auch Kinderkrankheiten zu kämpfen haben. Ich verstehe nun mehr, warum die Antwortzeit für zugespielte Fragen aus dem Headquarter doch deutlich größer ist. Außerdem habe ich ebenfalls einen unterschiedlichen Führungsstil, unterschiedliche soziale Umfelder und unterschiedliche Arbeitsbedingungen erlebt und das für mich selbst eingeordnet, was ebenfalls eine gute Erfahrung ist. Ebenfalls sieht man, dass es ebenfalls möglich ist in einer deutlich unprofessionelleren Umgebung auch gute Arbeit zu machen und mich hat beeindruckt wie viele Aufgaben die Menschen hier gleichzeitig bewältigen und das Ergebnis am Ende auch gut ist. Privat habe ich natürlich meine Sprachkenntnisse verbessert und habe mir am Wochenende viele schöne Sachen angeschaut. Wenn man die Möglichkeit bekommt so etwas zu machen, muss man einfach versuchen alles mitzunehmen was geht, beruflich und Privat.

Würdest du deine Zeit im Ausland als gute Erfahrung bezeichnen und würdest du das Traineeprogramm weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Am Ende meiner Promotion habe ich mich mit der Frage konfrontiert, wie es nun weiter geht für mich und auch ob ich den ‚vorgezeichneten‘ Weg so gehen möchte. Mir war recht schnell klar, dass ich mich verändern möchte und ich bin wie es der glückliche Zufall will in dem Programm der DAW SE gelandet. Bisher habe ich es nicht bereut! Die ganz klare Stärke unseres Programms ist die Flexibilität, die Möglichkeit sich in unterschiedliche Fachgebiete und Aufgabenbereiche zu stürzen, die gleichermaßen vielfältig wie auch weit weg von der eigenen Komfortzone liegen. Dadurch sind die Aufgaben immer spannend, frisch und neu, aber auch sehr anspruchsvoll, da man bis dato in keiner Weise mit der fachlichen Materia konfrontiert wurde. Die Lernkurven, nicht nur bei mir sondern bei allen Trainees, sind extrem steil und das macht richtig Spaß seine Werkzeugkiste mit vielen unterschiedlichen Dingen zum bereits existierenden zu erweitern. Man lernt sehr viele Leute kennen, sieht unterschiedliche Bereiche und kann am Ende eine gute Entscheidung darüber treffen was Spaß macht und was man eben nicht möchte. Die Erkenntnisse sind wirklich extrem wertvoll, zumindest kann ich das von meinem bisherigen Werdegang behaupten. Am Ende lande ich wahrscheinlich in einer Sparte, die ich für mich vorher nie für möglich gehalten habe und das ist eben das tolle und spannende an unserem Programm. Für mich persönlich sind die Erkenntnisse der Auslandsstation ein wahrer Augenöffner. Ich weiß viel genauer wohin ich mich entwickeln möchte, was meine Stärken sind und auf was ich so richtig Lust habe. Da heißt es jetzt dran zu bleiben, zu konkretisieren und dann nach dem Trainee voll anzugreifen.

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